Zum Auftakt des lang ersehnten Pfingstwochenendes trafen sich alle Binger Bünder am Freitagmittag auf dem Speisemarkt zur gemeinsamen Flaggenhissung. Die Burschenschaft Holsatia, die Landsmannschaft Rheno- Teutonia und wir, die Burschenschaft Markomannia, chargierten dazu und vollzogen während der Flaggenhissung einen gemeinsamen Schlägergruß.

Nach der Flaggenhissung ging es für uns Aktive zurück aufs Haus, wo wir letzte Vorbereitungen trafen und gespannt auf unsere Schweizer Gäste von der Stenographia Biennensis warteten. Auch trudelten nach und nach immer mehr AHAH unserer Verbindung in Bingen ein und gemeinsam stimmte man sich für den Stammtisch im Bootshaus der Rhenanen am Abend ein. Dort waren wir Markomannen in großer Zahl vertreten und die Aktivitas (besonders unsere neuen Füxe) freuten sich sehr Bekanntschaft mit neuen Leuten aus den verschiedenen Bündern zu machen oder alte Bekannte in einem ungezwungenen Rahmen wieder zu sehen. Es wurden gute Gespräche geführt und ausgelassen gefeiert.

Am nächsten Morgen frühstücken die Aktiven zusammen mit ihren Schweizer Gästen, um gestärkt in den Samstag zu starten. Das offizielle Programm ging dann schließlich um 13:15 Uhr mit der feierlichen Flaggenhissung vor dem Markomannenhaus los. Dazu sprach unser aktiver Senior v/Gylfie einige Worte und anschließend wurde die Flagge traditionell zu den Klängen unseres Farbenliedes gehisst. Nach der Flaggenhissung begann um 13:30 Uhr unser Generalconvent und die Füxe versorgten die Anwesenden mit Getränken, Kaffee und selbstgemachtem Kuchen. Dazu möchten wir uns natürlich auch nochmal herzlich für alle Kuchenspenden bedanken!

Nach dem Generalconvent verlagerten sich unsere folgenden Veranstaltungen ins Kulturzentrum Bingen. Dort sollte um 17:30 Uhr auch unsere Landesvater- Kneipe starten. Die aktiven Chargen waren nervös, da es für alle das allererste Landesvater- Stechen war. Jedoch freuten wir uns natürlich auch sehr darüber dieses Jahr die Ehre zu haben, den Landesvater durchzuführen. Viele AHAH und auch Vertreter aus anderen Verbindungen ließen es sich nicht nehmen dabei zu sein.

Nach dem erfolgreichen Landesvater gab es im Foyer ein leckeres Buffet, das uns v/Nala organisiert hatte. Vielen Dank dafür! Alle Anwesenden freuten sich sehr darüber und langten ordentlich zu. Nach dem alle gegessen hatten, wurde ein gemeinsames Gruppenfoto vor dem Kulturzentrum gemacht. Anschließend waren alle, frisch gestärkt und mit neuer Kraft, bereit für den Festkommers zu unserem 120. Stiftungsfest. Wir freuten uns besonders, dass unser Schweizer Freunde es sich nicht nehmen ließen und bei uns chargierten. Auch bedanken wir uns herzlich bei der Stenographia Biennensis und der Oeconomia Bernensis für die mitgebrachten Gastgeschenke. Unser Senior v/Gylfie begann unseren Festkommers mit dem wunderschönen Kantus „Ergo Bibamos“. Begleitet wurden wir auch dieses Jahr wieder von einem tollen Klavierspieler und so machte das Singen gleich noch mehr Spaß. Im hochoffiziellen Teil durften wir der Rede unseres Seniors v/Gylfie lauschen, die sich die 120. Jahre Markomannia zum Thema genommen hatte und uns an die Geschichte der Burschenschaft Markomannia erinnerte und daran, wie schön das Verbindungsleben in Bingen ist und wie dankbar wir sind ein Teil davon sein zu dürfen. Anschließend gedachten wir mit der fünften Strophe des Lieds „Vom hohen Olymp“ und einer anschließenden Schweigeminute unserem erst kürzlich verstorbenen Farbenbruder v/Dax. Es war für alle Anwesenden sehr emotional, da v/Dax ein bekanntes Gesicht für alle war und er auch die Aktiven bis kurz vor seinem Tod immer gern besucht hatte. v/Lord, der eigentlich an diesem Festkommers einen Freundschaftszipfel mit v/Dax tauschen wollte, sprach in einer rührenden Rede über seine langjährige Freundschaft zu v/Dax. Er übergab anschließend den Zipfel feierlich an v/Dax’s Frau, die gleichzeitig unsere Couleurdame v/Dixie ist. Wir freuten uns sehr, dass sie trotz der schweren Umstände beim Festkommers dabei war. Steffen Zomak, der stellvertretend für die Landsmannschaft Rheno-Teutonia sprach, gratulierte uns herzlich zum 120- jährigen Bestehen. Im Namen der Landsmannschaft Rheno- Teutonia verkündete er außerdem, dass sie uns dazu 120 Liter Bier spendieren. Darüber freuen wir uns natürlich sehr und wir möchten ein großes Dankeschön dafür an die Teutonia aussprechen! Im Folgenden ehrte unser AH X v/Don unseren AH v/Alpha für 100 Couleursemester und überreichte ihm sein Ehrenband. Herzlichen Glückwunsch an v/Alpha! Zum Abschluss des Hochoffiziellen Teils wurde unser Farbenlied gesungen. Im Offiziellen Teil hielt nun auch v/Don eine tolle Rede und brachte dabei eindrucksvoll die 70 Jahre Grundgesetz und die 120 Jahre Markomannia in Einklang. Es war eine schöne Rede, die uns die Werte unserer Verbindung nochmals näherbrachte. Die Stimmung wurde im Offiziellen Teil immer ausgelassener und der Fuxenstall verteilte eifrig das Stiefelbuch, an alle Klo- Gänger, die sich kein Tempus beantragt hatten. Einige der Stiefel wurden direkt getrunken. Auch dankte v/Gylfie im Namen aller Aktiven nochmals für die großzügigen Spenden der AHAH für die Chargenauffahrt! Es wurde viel gesungen und gelacht. Der Festkommers endete mit unserer Nationalhymne und dem Ausmarsch aller Chargen. Im Anschluss hatten nun auch die Aktiven die Möglichkeit angeregte Gespräche mit den AHAH zu führen und der Abend klang gemütlich aus.

Am nächsten Morgen wurden die Aktiven schon früh aus den Federn geworfen, da die traditionelle Chargenauffaht auf dem Programm stand. Alle freuten sich, dass die Kutschfahrt dank der vielen Spenden unserer AHAH auch dieses Jahr stattfinden konnte. Wir immer war die Chargenauffahrt ein tolles Erlebnis und machte allen sehr viel Spaß! Parallel begann am Sonntag um 11:00 Uhr das Grillen auf dem Markomannenhaus. Vielen Dank an alle AHAH, die dazu Salate und Dips beigesteuert haben. Das Grillen war gut besucht und alle ließen es sich gut schmecken. Nach dem Grillen machten sich alle nach und nach für den Vier- Farben- Ball im NH Hotel fertig. Der begann um 19:00 Uhr mit dem Sektempfang. Danach marschierten die Chargen der einzelnen Bünder ein. Allen voran ging die Burschenschaft Holsatia. Danach folgten wir, die Burschenschaft Markomannia, dann die Landsmannschaft Rheno- Teutonia und zu guter Letzt der Technische Ruderverein Rhenania, der in diesem Jahr den Ball organisiert hatte. Nach dem Einmarsch und dem folgenden Schlägergruß eröffneten alle Chargen den Ball mit dem Chargen- Tanz, einem Wiener- Walzer. Dabei machten alle Tänzer eine gute Figur. Auch im Anschluss wurde noch viel getanzt und so mancher AH überraschte uns Aktiven mit ausgefallenen Dance- Moves auf der Tanzfläche. Es war ein toller und lustiger Abend, der wie immer mit dem gemeinsam gesungenen Kantus „Sanctus Gambrinus“ endete.

Am Montag endete das Stiftungsfest auf dem Binger Speisemarkt mit einem vom Binger CC organisierten Marktfrühschoppen. Dabei hatten alle Aktiven nochmals die Möglichkeit sich mit den AHAH zu unterhalten und sich von allen zu verabschieden. Auch unsere Schweizer Gäste wurden auf dem Marktfrühschoppen verabschiedet und wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen im Dezember in der Schweiz zur Krambambuli- Kneipe. Für einige der Aktiven, die immer noch nicht genug hatten, ging es nach dem Marktfrühschoppen noch auf den Rochusberg, wo die Burschenschaft Holsatia ihr alljährliches Grillen veranstaltete. Am Montagabend fielen dann alle Aktiven erschöpft aber glücklich in ihre Betten.

Wir möchten uns auf diesem Weg nochmals herzlich bei allen bedanken, die zu unserem 120. Stiftungsfest da waren und mit uns gefeiert haben. Ein besonders Dankeschön geht an alle, die uns bei der Organisation, durch Spenden oder auch auf jede andere Art unterstützt haben. Ohne die Hilfe der AHAH und des AH Verbandes wäre es uns nicht möglich ein so tolles Stiftungsfest auf die Beine zu stellen. Uns hat es wie jedes Jahr wieder sehr gefallen und wir hoffen, dass wir auch im nächsten Jahr wieder mit vielen AHAH zusammen feiern dürfen.