Wir sind eine farbentragende Studentenverbindung, das heißt wir tragen bei offiziellen Veranstaltungen Couleur. Das offizielle Couleur besteht aus einer Mütze und einem schmalen Band, das von der rechten Schulter zur linken Hüfte getragen wird. Die Bänder unterscheiden sich in den Farben je nach Status des Mitgliedes. Burschen tragen ein Band in den vollen Farben grün-gold-schwarz. Die neuen Mitglieder der Verbindung tragen in ihrer Fuxenzeit, in der Regel zwei Semester, das grün-gold-grüne Fuxenband. Schließlich gibt es noch eine dritte Farbkombination, nämlich schwarz-gold-schwarz. Dieses Band wird von Verkehrsgästen, also außerordentlichen Mitgliedern die aus irgendeinem Grund kein Vollmitglied werden können oder wollen, getragen.
Zusätzlich zum offiziellen Couleur wird ein sogenanter Bierzipfel getragen. Hierbei handelt es sich um ein kleines Abzeichen aus einem kurzen Stück Band mit metallenen Beschlägen, dass normalerweise am Gürtel getragen wird. Am Ende der Fuxenzeit, wenn man als Vollmitglied aufgenommen wird erhält man von seinem Leibburschen, einem Paten in der Verbindung, seinen Burschenzipfel mit gravierter Widmung.
Zu hochoffiziellen Kneipen und Kommersen treten die Chargen, also die Amtsträger der Verbindung, in Vollwichs, dem offiziellen Ornat der Verbindung auf.
ZirkelSymbol jeder Verbindung ist ihr Zirkel, eine Art Buchstabe, der auf Symboliken der Geheimgesellschaften des ausgehenden 18. Jhd. zurückgeht. Jeder Markomanne schließt seine Unterschrift in Gäste- oder Stiefelbüchern mit dem Zirkel. Zu Beginn ihrer Fuxenzeit lernen die Neulinge unter anderem, den etwas komplexen Zirkel zu malen, was nicht immer auf Anhieb gelingt.

Die drei Schleifen am Fuße des Zirkels stehen für den Buchstaben "V" = Vivat
Mit etwas Mühe läßt sich im zweiten Abschwung ein "C" ausmachen = Crescat
Das "F" ist wiederum leicht zu erkennen = Floreat
Das "M" für Markomannia am Ende ist ebenfalls leicht zu identifizieren.

Zusammengenommen heißt die "Botschaft des Zirkels also "Vivat, Crescat, Floreat Markomannia" ("Lebe, Wachse und Blühe Markomannia)
WappenUnser Wappen zeigt ein von einem Spangenhelm gekröntes Schild, das in vier Teile zerfällt.
Oben links unsere Farben:
- Grün für die Hänge des Rheines
- Gold für die Aufgehende Sonne
- Schwarz für Freundschaft bis in den Tod
Rechts davon der Hessische Löwe auf blauem Grunde, da Bingen früher zu Hessen gehörte.
Unten links, von Eichenlaub umkränzt, die gekreuzten Schläger mit unserem Gründungsdatum 12.01.1899
Daneben die aufgehende Sonne im Rheintal und in der Mitte noch einmal der schon oben besprochene Zirkel.
Der Name Markomannia leitet sich von dem germanischen Volksstamm der Markomannen ab, die etwa 100 Jahre vor Christi Geburt in der Gegend des heutigen Niederbayern und Südosthessen lebten. Wörtlich übersetzt bedeutet er "Männer die in der Mark (dem Grenzgebiet) leben".
Bekannt ist vor Allem der Markomannenfürst Marbod, der mit einem Heer von 70000 Mann die Elblinie gegen die Römer verteidigte. Durch persönliche Differenzen mit Armin dem Cherusker konnte aber eine Vereinigung der germanischen Heere nicht durchgeführt werden und so blieb die römische Vorherrschaft bestehen. Später kämpften die Markomannen noch in Schlachten gegen Marc Aurel, unterlagen diesem jedoch drei Mal.
Der Wahlspruch der Burschenschaft Markomannia lautet: "Ehre, Freiheit, Vaterland"
"Ehre" steht für charakterfestes Auftreten, Integrität und Loyalität gegenüber den Bundesbrüdern und jeder anderen Person.
"Freiheit" steht für geistige Freiheit, Redefreiheit und Freiheit der Gedanken. Historisch ist dieser Begriff aus den Befreiungskriegen gegen Napoleon und die anschließenden Einigungsbestrebungen der Burschenschaften zu verstehen, auf die Metternich mit Restriktionen und Zensur antwortete. Viele Verbindungstudenten mußten damals für ihre Ideale in den Kerker wandern.
"Vaterland" steht für unser Heimat Deutschland und das persönliche Bestreben die Bundesrepublik und die darin Lebenden nach Kräften zu unterstützen. Auch das Miteinander in Europa und der Welt soll gefördert werden. Dazu gehört auch das nötige Geschichtsbewußtsein und der Gedanke in Zeiten des Individualismus auch gemeinschaftliche Ziele zu verfolgen, die nicht nur dem Einzelnen nützen. Der Historische Ursprung des Vaterlandsbegriffes ist in der Gründungszeit der ersten Burschenschaften zu finden. Ein wichtiges Ziel der Burschenschaften war damals die Entwicklung zu einem deutschen Staat und die Überwindung der Kleinstaaterei.

Die Art und Weise, unter der der Einzelne diese Ziele verfolgen mag, bleibt allerdings jedem selbst überlassen.